Anamnese - Diagnostik

Behandlung

 

Ursprung einer Erkrankung

Dieser kann nach der Chinesischen Medizin sehr unterschiedlich sein. Es sind meist mehrere Faktoren die schlussendlich zur Manifestierung einer Erkrankung führen können, wie wir sie auch aus der westlichen Schulmedizin kennen.

 

Schwachstellen, die entweder genetisch vererbt oder im Laufe des Lebens durch Lebensumstände, Lebensstil, Gewohnheiten und Ähnlichem erworben wurden.

 

Ich behandle jeden meiner Patient individuell und passe die Therapiemethoden entsprechend der zugrunde liegenden Beschwerden und des konstitutionellen Faktors an. Aus diesem Grund kann es dazu kommen, dass trotz gleicher oder ähnlicher Erkrankung/Beschwerden im westlichen Sinn, unterschiedliche auf den Patienten abgestimmte Therapieformen, in der jeweiligen Behandlung zum Einsatz kommen.

 

Wichtig ist mir hierbei, neben der Verbesserung der akuten Symptome - gemeinsam mit dem Patienten - auch an den Ursachen zu arbeiten.

 

Unterstützend zu meiner Behandlung kann es unter Umständen notwendig sein, Veränderungen im Bereich des täglichen Lebens zu überdenken und zum Beispiel die Essgewohnheiten zu verändern. Oft betrifft es Bereiche die auch Schulmedizinisch als Ursachen für „Zivilisationskrankheiten“ gesehen werden.

 

Den Willen „kleine Veränderungen“ nach und nach umzusetzen, sehe ich langfristig als den erfolgversprechenden Weg. Meist haben gravierende Veränderungen nicht die gewünschte Ausdauer und frustrieren langfristig, weil sie nicht dauerhaft umgesetzt werden können.

 

 

Diagnostik

In der Chinesischen Medizin wird durch den Therapeuten ein Gesamtbild des Patienten, mit den energetischen Verhältnissen erfasst und bewertet. Das Gesamtbild bezieht sich auf alle Ebenen des menschlichen Seins. Als Hauptkriterien der Diagnose kommen hierbei folgende Bestandteile zum Einsatz:

 

  • Anamnese durch Befragung (Erkrankung, Krankengeschichte mit schulmedizinischen Diagnosen und die aktuelle Befindlichkeit des Patienten)

  • Betrachtung und körperliche Untersuchung

  • Zungendiagnose

  • Pulsdiagnose

 

Erkrankungen werden weniger getrennt in ihrer Beurteilung. Aus der ganzheitlichen Sichtweise, haben manche Beschwerdebilder einen Zusammenhang, welcher eher die Tiefe, beziehungsweise den Ursprung der Erkrankung erklären, als sie als eigenständige Erkrankungen zu beurteilen.

Der Anamnese und Diagnosestellung liegen eine ausführliche Befragung, sowie Puls- und Zungendiagnostik zugrunde. Hierbei bewerte ich innere und äußere Mangel- und Fülle- Zustände wie auch generelle energetische Ungleichgewichte.

 

Diese Anamnesekriterien wende ich auch in jeder Folgebehandlungen an. Für mich sind sie die Basis jeder Behandlung und entscheiden über die Auswahl der Therapiemethode.

 

Die Anamnesebefragung umfasst folgende Themen:

 

  • Lebensumstände

  • Einflüsse aus Ihrem Umfeld (Familie, Beruf)

  • Energielevel und Gesundheitszustand (z.B. Infektanfälligkeit)

  • Erkrankungen in Ihrer Familie

  • Schmerzen

  • Schwindel

  • Allergien

  • Schlafgewohnheiten, Schlafprobleme

  • Bewegung

  • Temperaturempfinden und Schwitzen

  • Ess- und Trinkverhalten und Verdauung (Stuhlgang und Urin)

  • Emotionale und stressbedingte Belastungen

  • Emotionale Veränderungen

 

Bei Frauen wird zudem detailliert befragt, ob Beschwerden oder Veränderungen im Verlauf des Zyklus vorliegen.

 

Um ein genaues Bild der Erkrankung bei Säuglingen und Kindern zu erhalten, wird die Schwangerschaft in die Befragung (Erstanamnese) mit ein bezogen.

 

Der Befragung folgt eine körperliche Untersuchung falls diese für die Diagnostik relevant ist. Dieser Schritt ist meist fließend im Übergang zur Behandlung. Hierbei wird von mir zum Beispiel überprüft ob es bei einer Verspannung, zu Bewegungseinschränkungen kommt, oder ob erkrankte Areale auch Entzündungszeichen, wie Rötung oder Hitze, zeigen.

 

 

Zungendiagnose

Nach der Befragung werde ich Sie bitten, mir Ihre Zunge zu zeigen. Auch in der schulmedizinischen Beurteilung ist das aktuelle Bild der Zunge für einige Erkrankungen relevant.

 

Für die Chinesische Medizin ist sie, ein nach außen sichtbarer Spiegel der inneren Organe. Die sichtbaren Veränderungen sind teilweise eher langfristiger Natur und bedürfen etwas Zeit um sich maßgeblich zu ändern.

 

Es werden folgende Kriterien der Zunge beurteilt:

  • Form

  • Farbe

  • Belag

  • Bildung von Rissen und Dellen

  • Unterzungenvenen

 

Die Verwendung von Zungenreinigern, wie auch das Essen/Trinken von stark färbenden Lebensmitteln wie Kaffee, Rote Beete und ähnlichem, können eine Auswertung des Zungenbildes verfälschen. Es wäre gut, wenn Sie am Tag Ihres Termins hierauf verzichten könnten.

 

 

Pulsdiagnose

Der Puls spiegelt Ihre aktuelle Energetik wieder. Auch kurzfristige Einflüsse wie akute Erkrankungen, zum Beispiel eine Erkältung, die sich noch nicht auf der Zunge zeigt, wird bereits in einer Veränderung des Pulses zu tasten sein.

Der Puls wird an beiden Handgelenken, jeweils auf drei Positionen in zwei unterschiedlichen Tiefen getastet. Nach der Chinesischen Medizin ist jede Position und Tiefe einem Organ zugeordnet. Hierbei wird nicht nur die Frequenz des Pulses festgestellt, sondern auch in welcher Qualität das Blut fließt. Die Chinesische Medizin unterscheidet hierbei mehr als 30 Pulsqualitäten.

 

 

Behandlung

Nach der Diagnose bespreche ich mit Ihnen, welche Behandlungsmethode aus meiner Erfahrung bei Ihrem Beschwerdebild empfehlenswert ist.

In vielen Fällen kombiniere ich mehrere Therapieansätze miteinander. So kann es sinnvoll sein bei einer Nackenverspannung zuerst die verhärteten Areale zu triggern. Im Anschluss setze ich eine Akupunkturbehandlung im Meridianverlauf ein, bei der zu den lokalen Punkten in der Nähe des Schmerzareals, auch Fernpunkte zum Einsatz kommen.

Die Akupunkturnadeln verbleiben in der Regel 20 Minuten um eine bestmögliche Veränderung zu erzielen.

 

 

West und Ost verbinden?

Während einer schulmedizinischen Therapie, ist die Chinesische Medizin in vielen Fällen ein sehr guter, begleitender Ansatz. Auch wenn die Herangehensweise sich in einigen Punkten stark unterscheidet, haben beide Therapieformen ihre Stärken und Schwächen und können sich aus meiner persönlichen Sichtweise sehr gut ergänzen.

 

Wenn Sie weitere Fragen zu den Themen Anamnese, Diagnostik und Behandlung nach der Chinesischen Medizin haben oder Sie sich nicht sicher sind, ob in Ihrem Fall eine Kombination aus beiden Therapieansätzen hilfreich ist, berate ich Sie gerne.